Die akademische Wanderbeule

Ich hasse Hot-Dogs!

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[Geschichten vom 30.6.05]

[Living like in Sex and the City ]

Mal angenommen, man hat 7 „Lustknaben“ die man anrufen und zu sich bestellen kann, zwei Unfall-Kinder, um die sich die Väter nicht kümmern und lebt alleine. Ist man dann die Samatha-mäßige kalte und unabhängige Aufreißerin oder hat man nur nicht kapiert, wer wen ausnutzt?
Anmerkung: Ich spreche hier nicht von mir.

erstellt um 22:30 |

[Das Kneipen verlernt? ]

Früher war ich jahrelang mehrmals in der Woche in einer Kneipe. Man sollte also davon ausgehen, daß ich weiß wie das geht.
Seit meine Tochter da ist, kann ich eigentlich nur in K-Town weggehen, da ich dort a) jemanden habe der auf die Kleine aufpaßt und
b) irgendjemanden kenne, sodaß es sich überhaupt lohnt wegzugehen.
Gestern war wieder einer dieser seltenen Momente. Ich habe fast alles richtig gemacht: Ich habe mich passend für die Temperaturen nach dem Gewitter angezogen,
mich geschminkt, meinen Schlüssel und mein Handy eingesteckt und ungefähr vier Mal daran gedacht, Zigaretten mitzunehmen und mich daran erinnert, daß ich ja gar nicht mehr rauche.
Das Einlaufen in meiner Lieblingskneipe war genau nach meinem Geschmack (alles verstummt, weil ich die einzige Frau bin und dann begrüßt mich der Wirt :)),
Ich finde einen Gesprächspartner, der nicht zugedröhnt, geisteskrank oder notgeil ist und mit dem ich mich sogar über die Multimediabranche unterhalten kann.
Bis zum zweiten Bier ist alles klasse. Geübte ??? Leser kennen bereits mein Problem, für die anderen noch mal in Duckbuchstaben: ICH HABE KEIN GELD DABEI!
Das ist in einer Kneipe, in der ich den Wirt zumindest vor 10 Jahren kennengelernt habe (auch wenn ich seitdem so gut wie nichts mit ihm zu tun habe) kein echtes Problem. Aber wie soll ich ihm glaubhaft machen, daß ich das Geld wirklich vorbeibringe, wenn ich gerade erzählt habe, daß ich seit Jahren nur noch selten in meine Heimatstadt komme... Wie peinlich. Ich lasse mir ja gerne was ausgeben, aber darauf angewiesen zu sein, ist schon unangenehm.
Zum Glück treffe ich im letzen Moment jemanden der meinen Daddy kennt und sich von dem das Geld zurückholen kann. Noch mal Glück gehabt.
Muß man, um Fähigkeiten zu erlangen (Kochen) andere aufgeben (Selbstbestimmt saufen gehen)?

erstellt um 22:20 |


[Geschichten vom 28.6.05]

[Taxidriver-Name ]


Gefunden bei nuf.

erstellt um 12:15 |

[Babyboom in K-Town ]

Erstens mal habe ich in Kaiserslautern gestern mindestens 5 Schwangere gesehen. Und zweitens war gestern abend Stromausfall im Musikerviertel. Da ich diesen netten Bericht im Ersten über die kleene Punkerin nicht mehr weiterschauen konnte, bin ich noch mal weggegangen. Leider konnte ich den Spruch "Machen doch Lischt ohhhhhhh" nicht anbringen, weil in der Kneipe schon Kerzen brannten. Aber es war trotzem sehr heimelig. Eine prima Taktik, wenn man ohnehnin schon Mutter und/oder gerade kein Mann in Griffweite ist.

erstellt um 11:49 |


[Geschichten vom 25.6.05]

[Nächste zwei Wochen ]

In den nächsten zwei Wochen bin ich in allen möglichen Heimatgefilden unterwegs, mal sehen, ob ich dort zum Schreiben komme. Ggf. müssen meine zwei Leser ein Weilchen warten. Ich nehme meine Kamera mit, vielleicht gelingen mir ja schockierende Einblicke in das Leben der Pfälzer und Hessen.

erstellt um 09:14 |


[Geschichten vom 20.6.05]

[Müüüh-zwo-Strich ]

"Ferrite muß man da nicht vormagnetisieren"
"Lamda halbe ......"
"Die Apertur ....."
... ich hatte ganz vergessen, wie langweilig ein Wochenende mit mehreren E-Technikern sein kann.

erstellt um 13:46 |

[Nachtrag: Schuhe ]

Vorgestern hatte ich meine tollen Schuhe zum ersten Mal an. Zum Glück habe ich vorher deren ulkige Sohlen noch mal fotografiert. Nachdem sie den einfachen Weg zum Dampfnudel Bäck in Johannis (dauert ca. eine halbe Stunde) zurückgelegt hatten, sahen sie irgendwie anders aus.


erstellt um 13:45 |

[McRib ]

Letzens hatte ich aus verschiedenen Gründen das starke Bedürfnis, mich selbst zu zerstören. Nachdem ich bei Norma vor dem Schnapsregal gerade noch mal die Kurve gekriegt habe (zum Glück fälschen die keinen Cynar), bin ich nebenan zu McDonalds und habe mir nach über einem Jahr Abstinenz mal wieder einen McRib gegönnt. Zu erst mußte ich feststellen, daß es inzwischen ein neues Preis- und Auswahlsystem gibt. Meines Erachtens ist das nicht gerade sehr hilfsschülerfreundlich. Zweitens kann ich nur davon abraten, sich ein Maxi-Menü mit großer Cola zum mitnehmen zu bestellen, wenn man einen unter anderem mit 50 cm. breiten Leinwänden bepackten Kinderwagen mit sich führt. Und drittens an alle McDoof-Victims (Antworten natürlich auch anonym): Hat sich die Saucen-Rezeptur für den McRib geändert, oder war der schon immer soooo scharf? Als ich noch geraucht habe, war das der einziger Burger, der mir überhaupt geschmeckt hat. Die Barbeq-Sauce fand ich damals eher süß. Und jetzt brennt sie mir die Zunge weg.
Ein Indiz dafür, daß sich mein Geschmacksempfinden geändert hat ist ja die veränderte Chilischoten Dosis. Während ich früher zwei kleine getrocknete Schoten in eine scharfe Sauce gebröselt habe, sind diese heute schon mit einer halben total überwürzt. Aber vielleicht haben die sich ja nach einem Jahr Lagerung physikalisch verändert ...

erstellt um 11:33 |


[Geschichten vom 15.6.05]

[Cafetest Nürnberg: Cafe Kröll ]

Ich besuche mit meiner Kleenen regelmäßig freiwillig und unfreiwillig Cafes in Nürnberg. Die dabei gesammelten Informationen und Eindrücke kann ich ja eigentlich mal weitergeben. Da mir die Finanzkraft für die umfassende Beurteilung des Angebots fehlt, teste ich lediglich die Kombination Kaffee(-spezialität)+Wasser, sowie Optik, Publikum und Bedienung.

Als erstes kommt das "erste Haus am Platze", das altehrwürdige Café Kröll am Marktplatz. Als ich dort war, war es gerade von den Besitzern des Wiener Caféhauses in der Kaiserstraße übernommen worden. Für nicht Eingeweihte: Die Kaiserstraße ist DIE Nobelmeile in Nürberg. Ich erwartete also nicht nur das legendär altmodische Flair des Café Kröll, sondern auch modernere Aktzente auf der Speise und Getränkekarte, sowie in der Bedienung.

Hier das Testergebnis:
1. Optik: Einfach Kultig. Konservatives Nobelcafé der 50-60 Jahre. Kristallüster, mit dunkelrotem Samt bezogene Sessel, créme-golden lackierte Treppe in den 1. Stock, von dort aus Blick ins Café. Lautsprecher anscheinend modern, aber mit crémefarbenem Gitter. An die Musik kann ich mich nicht mehr erinnern.
2. Publikum: Frisch ondulierte, blondierte Jung-Rentnerinnen (hey, diesen Begriff werden wir bald öfter brauchen. Gemeint sind Damen um die 65), die ihre hinfälligen Mütter zum Cafékränzchen ausführen, sowie junge Mütter, denen Publikum und Optik egal sind, so lange den Kinderwagen bequem am Tisch plazieren können.
3. Bedienung: Männlich, schnippisch, über 40, gegen weiblichen Charme immun. Ließ mich, nachdem ich ihm signalisiert hatte, daß ich zahlen will, ca. eine Viertelstunde warten. Ist das die aktuelle Strafe für das augenfällige Zücken eines mit Papierkram überfüllten Portemonnaies oder brauchte der uns als belebendes Element, um Kundschaft anzuziehen?
4. Cafe: In Ermangelung eines großen Milchkaffees auf der Karte (!!!) ließ ich mir den Schümli-Kaffee andrehen, eine ca. 1,5 ml fassende Tasse Cafe der Hausmarke AZUL mit Schlagsahne. Entweder war letzere schlecht, woraufhin die weiche, fast flüssige Konsistenz schließen ließ oder AZUL ist eine andere Bezeichnung für breits drei Mal aufgebrühten und mit Abwasser gestrecken Muckefuck. Ich sag nur eins: Ich habe allen Zucker in meinen Kaffee geworfen. Süße hat in meinem Kaffee nichts mehr zu suchen, seit ich mir mit 5 Jahren mal 6 Tropfen Süßstoff in meinen Karo geschüttet habe.
5. Wasser: San Pellegrino
6. Preis: Sagenhafte 5 Euro (vgl. 4. !!!!)

erstellt um 23:54 |

[News von IFlow ]

Ha, ich bin up to date und sogar schneller als Wetterdistel. IFlow hat sich mit zwei Kumpels zum gemeinsam Bloggen zusammengetan. Das verspricht (aus meiner Sicht) spannender zu werden.

erstellt um 00:01 |


[Geschichten vom 11.6.05]

[w.bloggar ist doof ]

Wieso veröffentlicht der editierte Posts erneut? Mache ich da was falsch? Dubios.

erstellt um 17:44 |

[Kicher-Telegramm ]

Habe gerade ein ulkiges Blog gefunden: nuf - Blond sein ist Einstellungssache. War eigentlich auf der Suche nach Blogs von Schreckenstein Freaks, bisher aber noch keine gesichtet (Bin dankbar für jeden Hinweis). Warum der Link mit "Programmiernutte" betitelt war, ist mir noch nicht ganz klar, aber die Einträge sind echt schön. Bei nuf habe ich folgenden Link gefunden: Die 'Institution zur Erforschung total interessanter Tatsachen' - kurz I.Z.E.T.I.T. - geht Mysterien auf den Grund, über die sich wegen ihrer Trivialität noch niemand Gedanken gemacht hat.. Wär das nicht was für den IFlow? Naja, nicht bedrohlich genug.
Ach ja. Den Programmiernuttenlink fand ich hier.

erstellt um 12:53 |


[Geschichten vom 10.6.05]

[Herbstgefühle ]

Als mich die Erkältung erwischte war noch tolles Sommerwetter. Inzwischen passen Wetter und Erkältung zusammen und ich befinde mich in einer Verfassung die mein Gehirn seltsamerweise als "Normalzustand" einstuft. Ich fühle mich sicher und geborgen. Am Rechner zu sitzen macht mir doppelt so viel Spaß. Bei diesem Wetter darf man ohne schlechtes Gewissen zu Hause bleiben. Man zündet Kerzen an, trinkt Tee und darf sich Süßkram gönnen. Wenn man vor die Tür geht, dann nur in ein großes, warmes Kaufhaus um etwas Kuschliges zum Anziehen zu kaufen. Herbst und Winterklamotten sind sowieso viel toller, die sind nie so eng und freiliegend, daß man ein schlechtes Gewissen wegen einer nicht vorhandenen Taille haben muß. Die Männer sehen im Herbst auch besser aus. Jeans und Lederjacke sind fast immer imposanter als Shorts und Muskleshirt. Darum haben auch alle meine wichtigen Beziehungen im Herbst angefangen. Oder kommt mir die eine oder andere Beziehung nur so wichtig vor, weil Liebeskummer im Winter viel romantischer ist?
Ich kriege richtig Lust zu shoppen. Im Kaufhaus angekommen, finde ich aber nur Spaghetti-Shirts. Mist. Die Erkältung hat mich arglisig getäuscht: Noch 198 Tage bis Weihnachten.

erstellt um 00:18 |

[Vier Töpfe ]

Eine Bekannte sagte vor einiger Zeit folgendes über eine Kollegin:
"Sie ist ja ganz nett, aber sie scheint ein bißchen dumm zu sein. Als ich ihr erzählte, daß ich regelmäßig koche, fragte sie tatsächlich: 'Echt? So richtig mit mehreren Töpfen?'".
Damals hätte diese Frage genauso von mir kommen können, weshalb ich von diesem Statement besonders peinlich berührt war. Vor ein paar Tagen fiel mir auf, daß ich tatsächlich ab und an mit vier Töpfen gleichzeitig kochen kann, ohne das irgendwas davon anbrennt. Der Lernprozess war schleichend und dauerte 8 Monate. Aber trotzdem möchte ich allen Frühstgeprägten, Lernprozess-Verdrängern und Machos mitteilen: Nein, kochen kann man nicht einfach so. Weder weil man über einen ausreichenden IQ verfügt, noch weil man eine Frau ist. Allerhöchstens, weil man Physiker ist. Insbesondere die Geschwindigkeit, mit der verschiedene Nahrungsmittel bei unterschiedlichen Temperaturstufen erhitzen, ist ohne Erfahrung oder Physikkenntnisse nicht einzuschätzen. So lange man über nur geringe Erfahrung verfügt, ist man mit der argwöhnischen Beobachtung eines Spiegeleis völlig ausgelastet. Und wenn man nicht gezwungen ist, sich und andere mit Selbstgekochtem zu ernähren, kommt man über dieses Stadium auch nicht hinaus.

erstellt um 00:18 |


[Geschichten vom 1.6.05]

[Which literature classic are you ]

Mhhhhhhhh.
orlando
Virginia Woolf: Orlando. You are a challenge, for
outer events, the outside world, the time etc.
play no importance to you. Your focus is in
writing, in gender issues, and inside your own
head. Self-analysis and exploration of yourself
as well as the outer world hold great
importance to you.


Which literature classic are you?
brought to you by Quizilla

Gefunden bei Wetterdistel

erstellt um 22:35 |

[Blogroll ]

Ich habe jetzt eine Blogroll. Nachdem ich festgestellt habe, daß mich Marc in seine aufgenommen hat, ist er natürlich auch drin ;-).

erstellt um 12:45 |

[HP Dürr ]

Gerade kam Schnuffi nach Hause und beobachtete mich beim Bloggen. Auf die Frage, warum das Stöckchen in meinen Augen blamabel ist, meine ich, daß ich ja viel, aber nichts qualitativ hochwertiges lese. Ohne Distels Antworten gelesen zu haben, sagt er zu mir: "Sag mal, gibt es auch eine Rubrik 'ZulestZuletzt empfohlenes Buch'?" und zieht eine Sammlung von Hans Peter Dürr und Zimmerli aus dem Schrank:"Geist und Natur - Über den Widerspruch zwischen naturwissenschaftlicher Erkenntnis und philosophischer Welterfahrung".
Ich liebe ihn!!!!!!!

erstellt um 00:52 |

[Blamables Stöckchen ]

Die Beantwortung dieses Stöckchens bereitet mir gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich, daß mich Wetterdistel mal wieder aus der Agonie holt, in die ich beim Anblick meiner immer putziger werdenden Tochter verfallen bin. Andererseits werde ich mich bei der ehrlichen Beantwortung der Fragen ziemlich blamieren. Der Grund ist nicht, daß ich ungern lese. Im Gegenteil, sobald meine Tochter eingeschlafen ist, hechte ich zur nächsten Sitzgelegenheit und vertiefe mich augenblicklich in die nächstgelegene Ansammlung geschriebener Worte. Und genau das ist das Problem: spätestens seit dem Start ins Arbeitsleben wähle ich bevorzugt leichte Kost. Meine eigenen Schicksalsschläge und Unsicherheiten reichen mir komplett aus, da brauche ich nicht auch noch Romane, bei man nicht sicher sein kann ob sie gut ausgehen.
Aber ich habe mich entschlossen, trotzdem wahrheitsgemäß zu antworten. Wer weiß, vielleicht gibt es Leser mit einem noch schlechteren Geschmack. Und, keine Panik, den ganzen Hera Lind Frauenpower Kram habe ich meiner Mutter zurückgegeben, nachdem ich mich genug an den Männern gerächt hatte.

1. You're stuck inside Fahrenheit 451. Which book do you want to be?
Mh, "Fahrenheit 451", damit ich sagen kann "Der hat es damals schon gewußt"? "Datenbanken und Recherche" von Nürnberger, A., damit auch nachfolgende Generationen erfahren, wie wichtig der Weingeschmack ihres Gegenübers ist? Ich habs: "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", weil das Buch im Gegensatz zum Film wirklich abschreckt. Als ich das gelesen habe, bin ich einmal total erschrocken aufgewacht und dachte, ich müßte tatsächlich mit meinem damaligen Freund auf den Strich gehen.

2. Have you ever had a crush on a fictional character?
Da muß es doch jemanden geben, da war doch bestimmt irgendwas .... Auf Anhieb fallen mir leider nur Kai aus "Kai erobert Blixholm" und Dampfwalze aus "Schreckenstein" ein. "Muskelprotz mit Spatzenhirn" entspricht exakt meinem Männergeschmack von 3 bis 18.

3. The last book you bought:
"Das endlose Jahr" von Gisela Heidenreich. Weil ich endlich mal etwas über den Lebensborn wissen wollte, habe ich mich von dem "Bestseller"-Aufkleber blenden lassen. Ganz nett, aber für meinen Geschmack jammert die Autorin dann doch zu gezwungen.

4. The last book you read:
Ich muß mal wieder in die Bibliothek gehen, damit sich die gekauften von den gelesenen Büchern unterscheiden. Das letzte Buch, das nichts mit Babys zu tun hatte war "Goldrausch" von Bernd Franzinger, eines der schlechtesten Bücher der Welt, aber dennoch liebenswert. Die Hauptfigur der Franzinger Krimis lebt nämlich in der Straße, in der ich aufgewachsen bin. Daher kenne ich jede beschriebene Einzelheit (und alle Fehler ;-)). Der Clou ist, daß die Großeltern des Autors tatsächlich bei meinen Eltern unterm Dach gewohnt haben.
Aber der Schreibstil in Goldrausch ist wirklich nahezu feuilletonistisch, im nächsten Buch hat er sich in mit blumigen Adjektiven etwas zusammengerissen. Irgendwie erinnert mich das an meine Deutsch-Aufsätze in der achten Klasse. Wenn das reicht, um ein Buch ohne Selbstbeteiligung veröffentlichen zu können, hätte ich doch Schriftstellerin werden sollen.
Eine Kostprobe: "Nach einigen dringend notwendigen Körperpflegeprozeduren, die sich aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen sehr schwierig gestalteten, quälte er sich die schier endlos erscheinenden Treppenstufen hinunter zu der Wohnung seiner Eltern, wie meist einem ebenso trivialen wie zentralen menschlichen Grundbedürfnis folgend: Er hatte Hunger, und zwar einen Bärenhunger"
(B. Franzinger, Goldrausch, Gmeiner-Verlag, Meßkirch, S. 108).

5. What are you currently reading?
Über Kreuz lese ich außerdem o.g. "Tagebuch eines Babys - Geburt einer Mutter" von D.N. Stern und Nadia Bruschweiler-Stern und "Sex and the City" von C. Bushnell. Zu meiner Ehrenrettung muß ich sagen, daß das Buch, auf dem die Serie basiert, gar nicht so lustig und energiegeladen ist, sondern eher sarkastisch und depressiv. Im Buch werden u.a. die Models und Lebemädchen näher beleuchtet, Frauen die wie Holly Golighly in den 60ern KOMPLETT von den Geschenken reicher Männer abhängig sind. D.h. auch ihre Miete davon bezahlen müssen. Und da wollen unsere "Luder" mithalten? Brr.

6. Five books you would take to a desert island:
Witwe für ein Jahr von John Irving. Das könnte ich noch 1000 Mal lesen.
So leben wir in der Stadt. Ein detailreiches Bilderbuch aus den 50ern von Gudrun Keussen. Dazu lasse ich mir einfach selbst Geschichten einfallen ;-)
Verschlossen und Verriegelt von Sjöwall/Wahlöö, das Buch mit der chaotischsten Stürmungsszene überhaupt. Darüber kann ich mich nicht oft genug totlachen.
Die Poenichen Reihe, weil mir gerade kein anderer Entwicklungsroman einfällt
Reisebilder von Heinrich Heine, zum Schmunzeln und schöngeistig fühlen

Tja, nun muß ich das weiterwerfen. Ich habe gerade eine geschlagene Dreiviertelstunde nach Blogs gesucht, die mit mir in einer mentalen oder zumindest räumlichen Beziehung stehen. Gefunden habe ich aber nur leere Seiten, oder ganztolle Menschen, bei denen ich mich nicht anbiedern möchte. Glaubt mir: Ich arbeite dran!

Übrigens: Kann es sein, daß ich irgendjemanden "Verschwende Deine Jugend" von Jürgen Teipel geliehen habe? Oder hat es sich nur gut genug versteckt?

erstellt um 00:16 |


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