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Das Schöne an der Elternzeit ist ja, daà ich endlich anziehen kann, was ich mag. Das habe ich über Ostern bei meinen Eltern zum ersten mal richtig ausgenutzt und mir im Numero Otto putzigste Schuhe geleistet. Noch schöner ist, daà die Irregular Choice mindestens 200 weitere gröÃtenteils ulkige Modelle anbietet. Bloà blöde, daà man sich davon in der Elternzeit so wenige leisten kann.
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Ich bin ja immer wieder überrascht, wie freundlich die Menschen sind, sobald man mit einem Kinderwagen unterwegs ist. Fast immer bietet jemand von selbst an, die Tür aufzuhalten oder beim Heben des Wagens behilflich zu sein. Ich wäre ohne die Kleine nie auf die Idee gekommen, einer Mutter zu helfen. Wenn ich diese Wesen aus einer Parallelwelt überhaupt bemerkt habe, war ich immer geschickt genug, mich schnell zu verdrücken. Wenn mich jemand anspricht, ob er mir helfen kann, so lehne ich deshalb fast immer automatisch ab. Ich nehme an, daà ist das, was er sich erhofft. Aufgehaltene Türen kann man nicht ablehnen, in so einem Fall bedanke ich mich ganz freundlich. OK, bei der blöden Treppe zu Hause lasse ich mir gerne von allen möglichen Nachbarn helfen. Allerdings darf ich meinen Wagen ja auch nicht ins Treppenhaus stellen. Da können die auch ruhig mal schleppen. So weit würde ich mich mit mir selbst im Reinen fühlen. Wenn nicht die blöden Dankeschön-Arschlöcher wären. Zum Beispiel vorgestern: Ich gehe mit meiner Kleenen in der Bank auf eine sich automatisch öffnende, breite Glastür zu und wundere mich über einen Mann auf der anderen Seite, der mich freundlich anschaut. Während ich freundlich lächelnd die Glastür durchschreite, frage ich mich noch, ob ich diesen netten Menschen vielleicht irgendwoher kenne. Da passiert es: Das freundliche Gesicht weicht einer Fratze und er zickt mir ein "Dankeschön!!!" von der Seite zu. Für irgendwas scheine ich mich nicht bedankt zu haben. Mh. Dafür, daà er mir die automatisch öffenende Glastür aufgehalten hat? Oder daà er mich durch eine Tür gelassen hat, durch die wir beide locker durchgepasst hätten? Keine Ahnung. Ich bleibe jedes Mal mit zwei Gefühlen zurück: a) schlechtem Gewissen, weil ich zu trampelig bin, um mich schnell genug zu bedanken b) gewaltigem Hass, weil dieses Arschloch mir schon wieder ein schlechtes Gewissen gemacht hat
Wieso lassen die Leute ihre Mitmenschen nicht einfach in Frieden, anstatt sich darüber zu ärgern, daà diese sich für dubiose Nächstenliebe nicht bedanken? Machen die as vielleicht öfter, weil man sich leidend als besserer Mensch fühlt?
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